Lob-Gesänge

Lob-Gesänge

Sächsisches Vocalensemble

Matthias Jung, Leitung

Werke von Johann Adam Hiller, Theodor Christlieb Reinhold, Gottfried August Homilius, Jacobs Handl und Johann Sebastian Bach

»Ein Singstück zum Gebrauch des Gottesdienstes, das insgesamt ohne Instrumente durch viele Stimmen aufgeführt, und nach Fugenart behandelt wird. In Deutschland wird dieser Name vorzüglich den Stüken gegeben, welche über prosaische Texte, die aus der heiligen Schrift genommen sind, gesetzt worden, und worin mancherley Nachahmungen angebracht werden«, schreibt Sulzer über die Motette in seiner Theorie der Schönen Künste 1774. Die Kampfmusik des Prothestantismus, Verkündigung des Evangeliums in der Volkssprache vermittels »Singen und Sagen« ist 200 Jahre nach der Reformation stilistisch isolierte, altertümliche Gebrauchskunst und führt neben dem geistlichen Konzert und der Kantate eher ein Schattendasein. Bis Bach kommt.
»So schlecht und ohne Wahl auch diese Compilation gemacht, so fehlerhaft sie auch gedruckt ist. Resquiat in pace!« So stampft Hiller das »Florilegium« ein, Standardwerk an protestantischen Schulen und Gemeinden. Dieser Motettensammlung setzt Johann Adam Hiller flugs seine sechs Sammlungen entgegen und zeigt, welche Kraft in diesem Liedgesang steckt. Das mehrfach preisgekrönte Sächsische Vocalensemble präsentiert Kompositionen aus dieser neuen Blütezeit der Motettenkunst in beeindruckender Qualität.

Johann Adam Hiller (1728-1804): Alles Fleisch ist wie Gras
Theodor Christlieb Reinhold (1682-1755): Alle eure Sorgen werfet auf den Herrn
Gottfried August Homilius (1714-1785): Hilf, Herr! Die Heiligen haben abgenommen
Jacobus Handl (1550-1591): Ecce, quomodo moritur justus, Bearbeitung durch Johann Adam Hiller
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Komm, Jesu komm

Nur am 3. und 4. September gibt es im Rahmen eines großen Schlossfestes zusätzlich zu den „ganzen Konzerten“ auch noch eine Vielzahl von „Viertel-“ und „Halbkonzerten“. Eine Übersicht aller Veranstaltungen am Schlossfestwochenende erhalten Sie hier.