Christian Goosses

Viola

Die Laufbahn von Christian Goosses begann in Freiburg: Hier studierte er moderne Viola bei Ulrich Koch, der vielen bekannten Bratschern den Weg zu den Konzertpodien geebnet hat. Bald kristallisierte sich für Christian Goosses heraus, dass sein besonderes Interesse der so genannten »historischen Aufführungspraxis« galt, der Suche nach dem Originalklang, der klanglichen Umsetzung dessen, was dem Komponisten beim Komponieren vorschwebte. Christian Goosses tummelte sich in der »Alte Musik«-Szene, spielte in Nicolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien und in Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln und wirkte in Ensembles wie La Stagione Frankfurt, Concerto Köln und Cantus Cölln mit. In Freiburg fand Christian Goosses gleich gesinnte Musiker, er wurde zu einem der Initiatoren des Freiburger Barockorchesters und setzt bis heute wichtige Impulse für dieses Ensemble, mit dem er durch Europa, nach Nord- und Südamerika und nach Südostasien reiste.

Theorie und Praxis gehören für Christian Goosses untrennbar zusammen: Es geht ihm um lebendiges Musizieren für ein modernes Publikum, dem er Charme, Spritzigkeit und Ausdruck der Musik vergangener Epochen nahebringen möchte. Eine wichtige Aufgabe sieht er in der Weitergabe seiner Erfahrungen an junge Musiker; ihnen bietet er in seinen Kammermusik- und Bratschenkursen Anregungen und Austausch an. Christian Goosses’ musikalische Heimat ist und bleibt die Kammermusik, die sein Selbstverständnis als Künstler stark geprägt hat. In Köln fand er beides: seinen aktuellen Wohnsitz und ein Kammermusik-Ensemble, mit dem er seine Vorstellung vom Originalklang verwirklichen kann – von der Domstadt aus starten seine Unternehmungen mit dem Schuppanzigh-Quartett. Zahlreiche CD- und DVD-Veröffentlichungen weisen Christian Goosses als vielseitigen Künstler aus, der zwischen Tradition und Gegenwart vermittelt.

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