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350 Jahre Paul Gerhardt: Vortrag und musikalischer Abend in Köthen Im Jahr 2026 gedenkt die Welt des 350. Todestages von Paul
350 Jahre Paul Gerhardt: Vortrag und musikalischer Abend in Köthen
Im Jahr 2026 gedenkt die Welt des 350. Todestages von Paul Gerhardt – einem der bedeutendsten evangelischen Liederdichter des 17. Jahrhunderts. Seine Texte prägen bis heute das geistliche Liedgut und wurden unter anderem von Johann Sebastian Bach musikalisch vertont.
Aus diesem Anlass lädt die Köthener BachGesellschaft mbH gemeinsam mit der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e. V. sowie dem Schlossbund Köthen (Anhalt) e. V. am Freitag, 29. Mai 2026 um 19 Uhr zu einem besonderen Abend unter dem Titel „Wort und Klang: Paul Gerhardt und seine Lieder“ in das Dürerbundhaus in Köthen (Anhalt) ein.
Im Mittelpunkt steht ein Vortrag des Theologen und Journalisten Reinhard Mawick, Chefredakteur der evangelischen Zeitung zeitzeichen. Mawick beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leben, Werk und Wirkung Paul Gerhardts und wird dessen Bedeutung für Theologie, Literatur und Musikgeschichte beleuchten.
Die Veranstaltung verbindet Vortrag, historische Einblicke und die musikalische Welt der Gerhardt-Lieder zu einem Abend über Glauben, Poesie und Klang. Zugleich gibt sie einen Ausblick auf die Köthener Bachfesttage 2026, die am 3. September 2026 zu einem „Fest für Paul Gerhardt“ einladen. Spoken Words treffen dort auf Musik des 17. Jahrhunderts im Originalklang.
Karten für den Vortrag am 29. Mai 2026 gibt es zum Preis von 6 Euro (ermäßigt 4 Euro) online auf bachfesttage.reservix.de/events, in der Tourist-Information im Schloss Köthen (03496 70099260 | Mi-So von 11 bis 17 Uhr) und an der Abendkasse.
Karten: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro
Köthener BachGesellschaft mbH | www.bachfesttage.de
Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e. V. | www.fruchtbringende-gesellschaft.de
Schlossbund Köthen (Anhalt) e. V. | www.schlossbund.de

Dürerbundhaus
Theaterstraße 12, 06366 Köthen (Anhalt)
Mit großem Jubel für die Musikerinnen und Musiker des Köthener BachCollektivs gingen am 4. September kurz nach 18 Uhr die diesjährigen Köthener Bachfesttage in der voll besetzten Jakobskirche zu Ende. Vorausgegangen waren insgesamt 70 Veranstaltungen innerhalb einer Woche: Die Palette reichte vom Orchesterpicknick im Schlosspark am letzten Augustsonntag über Ausflugskonzerte nach Brehna, Nienburg und Aken bis zu einer musikalischen Lesung mit dem Kino-Weltstar Martina Gedeck in der Agnuskirche.
Nach der wegen der Pandemie kurzfristig komplett umgeplanten Bachfesttage 2020 war dieses Jahr das zweite Festival, das wie die ganze Konzert- und Festivalbranche durch Ungewissheit geprägt war. Das anreisende Publikum legt sich kaum noch langfristig fest und noch zum Planungsende im Frühjahr war die pandemische Situation für den Herbst nicht vorhersehbar – und dann kam auch noch der Krieg in der Ukraine mit seinen immer noch unabsehbaren Folgen. Um so erfreulicher ist es, dass die Bachfesttage trotz allem so gut gelaufen sind. Eine ganze Woche lang wurde in Köthen die Gemeinschaft gefeiert, die Lebensfreude und die Hoffnung – und die Musik von Johann Sebastian Bach, die so viele Menschen auf der Welt inspiriert hat und es immer weiter tun wird. Die diesjährigen Köthener Bachfesttage waren auch so jugendlich wie noch nie: Ganze zehn Tage waren rund 70 junge Musikerinnen und Musiker der jungen norddeutschen philharmonie zu Gast, untergebracht mit viel Engagement von Familien, Kirchengemeinden und Unternehmen. Die gefeierte Eröffnung übernahm die Audi Jugendchorakademie mit etwa 50 Mitgliedern aus der gesamten Bundesrepublik.
Einen erfreulichen Rekord gab es außerdem bei dem Besuch durch regionales Publikum. Insbesondere die Außenübertragungen der Konzerte auf den Marktplatz, den äußeren Schlosshof und die Konzertspaziergänge im Schlosspark erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Nachtkonzerte in der Agnuskirche platzten sogar aus allen Nähten und übertrafen alle Erwartungen. Aber auch das abwechslungsreiche und große Offenheit ausstrahlende Programm der Bachfesttage („da ist für jeden was dabei“) fand viel Lob und Begeisterung, insbesondere die Form der ganztägigen Konzerte mit kürzerer Dauer und die Vielzahl der Spielorte kam wieder gut an. Dieses Konzept hat sich bewährt und soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang die Bespielung des durch das TRAFO-Projekt des Schlossbundes wieder zum Leben erweckten Dürerbundhauses, das unter großem Publikumsinteresse mit experimentellen Formaten zwischen Alter Musik und Elektronik bespielt wurde.
Nach der wegen der Pandemie kurzfristig komplett umgeplanten Bachfesttage 2020 war dieses Jahr das zweite Festival, das wie die ganze Konzert- und Festivalbranche durch Ungewissheit geprägt war. Das anreisende Publikum legt sich kaum noch langfristig fest und noch zum Planungsende im Frühjahr war die pandemische Situation für den Herbst nicht vorhersehbar – und dann kam auch noch der Krieg in der Ukraine mit seinen immer noch unabsehbaren Folgen. Um so erfreulicher ist es, dass die Bachfesttage trotz allem so gut gelaufen sind. Eine ganze Woche lang wurde in Köthen die Gemeinschaft gefeiert, die Lebensfreude und die Hoffnung – und die Musik von Johann Sebastian Bach, die so viele Menschen auf der Welt inspiriert hat und es immer weiter tun wird. Die diesjährigen Köthener Bachfesttage waren auch so jugendlich wie noch nie: Ganze zehn Tage waren rund 70 junge Musikerinnen und Musiker der jungen norddeutschen philharmonie zu Gast, untergebracht mit viel Engagement von Familien, Kirchengemeinden und Unternehmen. Die gefeierte Eröffnung übernahm die Audi Jugendchorakademie mit etwa 50 Mitgliedern aus der gesamten Bundesrepublik.
Einen erfreulichen Rekord gab es außerdem bei dem Besuch durch regionales Publikum. Insbesondere die Außenübertragungen der Konzerte auf den Marktplatz, den äußeren Schlosshof und die Konzertspaziergänge im Schlosspark erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Nachtkonzerte in der Agnuskirche platzten sogar aus allen Nähten und übertrafen alle Erwartungen. Aber auch das abwechslungsreiche und große Offenheit ausstrahlende Programm der Bachfesttage („da ist für jeden was dabei“) fand viel Lob und Begeisterung, insbesondere die Form der ganztägigen Konzerte mit kürzerer Dauer und die Vielzahl der Spielorte kam wieder gut an. Dieses Konzept hat sich bewährt und soll auch in Zukunft fortgeführt werden. Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang die Bespielung des durch das TRAFO-Projekt des Schlossbundes wieder zum Leben erweckten Dürerbundhauses, das unter großem Publikumsinteresse mit experimentellen Formaten zwischen Alter Musik und Elektronik bespielt wurde.
Foto: Henner Fritzsche