Köthener Bachfesttage

2022

Das Köthener BachCollektiv

Bei den Köthener Bachfesttagen 2016 kam es zur Gründung des BachCollektivs: Unter der künstlerischen Leitung der Geigerin Midori Seiler trafen sich für sieben Tage 18 Musikerinnen und Musiker aus 12 Nationen in Köthen, um gemeinsam zu arbeiten und auf Bachs Spuren zu wandeln. Seit ist das Residenz-Ensemble mit Preisträgerinnen und Presiträgern internationaler Wettbewerbe, Professorinnen und Professoren renommierter Musikhochschulen, international bekannte Solistissen und Solisten und herausragenden Studierenden ein generationsübergreifendes musikalisches Team von außergewöhnlicher Qualität.

Midori Seiler

Violine und Leitung

Midori Seiler

Midori Seiler zählt zu den wenigen Spezialistinnen der historischen Aufführungspraxis, die sich in verschiedenen Epochen heimisch fühlen. Sie leitete als Konzertmeisterin vielfältige Projekte, u.a. das Budapest Festival Orchester, Anima Eterna Brügge oder die Kammerphilharmonie Bremen. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Christian Rieger, Jaap ter Linden und Andreas Staier. 2015 erhielt Midori Seiler den Sächsischen Mozartpreis. Ihre umfangreiche Diskographie enthält Violinkonzerte von Mozart, Rimskij-Korsakoffs „Sheherazade“ oder ihre eigene Rekonstruktion des verschollenen Violinkonzertes von Bach BWV 1052. Von der langjährigen Zusammenarbeit Jos van Immerseel zeugen die Einspielungen sämtlicher Sonaten für Violine und Klavier von Mozart, Beethoven und Schubert. Großes Medienecho erfuhren ihre beiden Veröffentlichungen der Bachschen Solowerke. Nachdem sie als Professorin für Barockvioline an den Musikhochschulen in Weimar und Salzburg tätig war, unterrichtet sie seit 2020 an der Folkwang Universität der Künste Essen. Seit 2016 ist Midori Seiler die künstlerische Leiterin des BachCollektivs der Köthener Bachfesttage. Ihre Experimentierfreude mit ungewöhnlichen Konzertformaten ließ Zusammenschlüsse mit zeitgenössischem Tanz, elektronischer Musik und choreographiertem Spiel entstehen: so erarbeitete sie - choreographiert von Juan Kruz de Garaio Esnaola - die Bachschen Sonaten für Violine solo mit zwei Tänzern. Ihr Album „La Venezia di Anna Maria“ mit Concerto Köln wurde 2019 mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet.

http://midoriseiler.de/web/

Leopold Nicolaus

Violine

Leopold Nicolaus

Leopold Nicolaus stammt aus Berlin und studierte von 2012 bis 2016 Barockvioline an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar bei Midori Seiler. Weiteren Unterricht erhielt er bei Nadja Zwiener, Stefan Mai, Olaf Reimers und Karsten Erik Ose. Im Studienjahr 2016/17 wird er sein Studium bei Midori Seiler an der Universität Mozarteum Salzburg fortsetzen. Leopold Nicolaus nahm an Meisterkursen von Midori Seiler, Sergio Azzolini, Stanley Ritchi, Alessandro Ciccolini, Jaap Ter Linden sowie Jordi Savall teil. 2014 gründete er gemeinsam mit Hans Christian Martin das Orches ter »Viel Lärm Um Nichts«, das sich besonders den Kompositionen aus Johann Sebastian Bachs Weimarer Zeit widmet. Mit dem Ensemble »Tempora Felicia« gewann er 2014 den 2. Preis und den Publikumspreis beim Biagio Marini Wettbewerb sowie 2015 den WDR Sonderpreis in der Kategorie Solist beim H. I. F. Biber Wettbewerb.

Yves Ytier

Violine

Yves Ytier

Yves Ytier, geboren in Santiago de Chile, lebt und arbeitet seit 2011 in Deutschland. Er studierte moderne Geige in Chile und in Berlin und schloss seinen Master in Barockvioline an der Folkwang Universität der Künste Essen bei Mayumi Hirasaki ab. 2018 absolvierte er einen »Postgraduate« in Alter Musik an der Universität Mozarteum in Salzburg. Sowohl als Konzertmeister und Stimmführer als auch im Tutti spielt er regelmäßig mit Ensembles wie der Bach Akademie Stuttgart, der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, dem Cölner Barockorchester, dem Dresdener Festspielorchester und La Divina Armonia. Yves Ytier schloss außerdem ein Studium in Zeitgenössischem Tanz an der Folkwang Universität in Essen ab und tanzte 2015 und 2016 am Stadttheater Trier unter der Leitung von Susanne Linke und Urs Dietrich. Er beschäftigt sich mit historischem Tanz und besuchte Fortbildungen bei verschiedenen Barocktanzforschern. Zur Zeit setzt er eigene Stücke um, in welchen die Beziehung zwischen Musik und Bewegung und zwischen Musikern und Tänzern im Mittelpunkt steht. Neben seiner Aufführungstätigkeit ist er immer wieder als Pädagoge tätig, unter anderem als Dozent der Kammermusikwoche an der Europäischen Akademie Montepulciano 2017, als Leiter des Barockprojektes 2018 vom Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck und als Dozent des Barocktanzworkshops 2018 an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seine eigene Gruppe »Europa Danzante« lotet das Potential der Beziehung zwischen Barockmusik, Barocktanz und Zeitgenössischem Tanz aus und ermöglicht ihm, zwischen seinen Rollen als Choreograph, Konzertmeister und Tänzer zu wechseln.

Cécile Dorchêne

Violine

Cécile Dorchêne

Cécile Dorchêne begann im Alter von 16 Jahren ihr Violinstudium am Konservatorium in Paris, wo sie bei Roland Daugareil Unterricht erhielt. 2005 setzte sie ihr Studium bei Viktor Tretjakow an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort. Es folgte ein Studium der Barockvioline bei Petra Müllejans in Frankfurt, das sie 2014 erfolgreich abschloss. Gemeinsam mit Delphine Roche ist Cécile Dorchêne seit 2013 die künstlerische Leiterin von l’Autre mOnde – Ensemble für Alte und Neue Musik. In den vergangenen Jahren musizierte sie in international renommierten Orchestern wie The Orchestra of the Age of Enlightenment, The Wallfish Band, Freiburger Barockorchester, La Stagione Frankfurt, Le Concert Lorrain sowie der Geneva Camerata. Im Mai 2014 war Cécile Dorchêne als Solistin mit der Schwetzinger Hofmusik-Akademie im Rahmen der SWR-Festspiele zu hören. Cécile Dorchêne begreift Musik als Klangsprache, in der Emotionalität, Lebendigkeit und Spontaneität die wesentlichen Ausdrucksmittel sind. An ihrer Arbeit schätzt sie vor allem die spannende Herausforderung, mit anderen Künstlern und ihren jeweiligen Ideen und Konzepten gemeinsam ein neues homogenes und inspiriertes musikalisches Ganzes zu entwickeln.

Christian Goosses

Viola

Christian Goosses

Die Laufbahn von Christian Goosses begann in Freiburg: Hier studierte er moderne Viola bei Ulrich Koch, der vielen bekannten Bratschern den Weg zu den Konzertpodien geebnet hat. Bald kristallisierte sich für Christian Goosses heraus, dass sein besonderes Interesse der so genannten »historischen Aufführungspraxis« galt, der Suche nach dem Originalklang, der klanglichen Umsetzung dessen, was dem Komponisten beim Komponieren vorschwebte. Christian Goosses tummelte sich in der »Alte Musik«-Szene, spielte in Nicolaus Harnoncourts Concentus Musicus Wien und in Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln und wirkte in Ensembles wie La Stagione Frankfurt, Concerto Köln und Cantus Cölln mit. In Freiburg fand Christian Goosses gleich gesinnte Musiker, er wurde zu einem der Initiatoren des Freiburger Barockorchesters und setzt bis heute wichtige Impulse für dieses Ensemble, mit dem er durch Europa, nach Nord- und Südamerika und nach Südostasien reiste. Theorie und Praxis gehören für Christian Goosses untrennbar zusammen: Es geht ihm um lebendiges Musizieren für ein modernes Publikum, dem er Charme, Spritzigkeit und Ausdruck der Musik vergangener Epochen nahebringen möchte. Eine wichtige Aufgabe sieht er in der Weitergabe seiner Erfahrungen an junge Musiker; ihnen bietet er in seinen Kammermusik- und Bratschenkursen Anregungen und Austausch an. Christian Goosses’ musikalische Heimat ist und bleibt die Kammermusik, die sein Selbstverständnis als Künstler stark geprägt hat. In Köln fand er beides: seinen aktuellen Wohnsitz und ein Kammermusik-Ensemble, mit dem er seine Vorstellung vom Originalklang verwirklichen kann – von der Domstadt aus starten seine Unternehmungen mit dem Schuppanzigh-Quartett. Zahlreiche CD- und DVD-Veröffentlichungen weisen Christian Goosses als vielseitigen Künstler aus, der zwischen Tradition und Gegenwart vermittelt.

Walter Rumer

Bass
Walter Rumer

Walter Rumer studierte Kontrabass bei Josef Sorg in seiner Heimatstadt Innsbruck, bei Alois Posch in Wien sowie bei Bill Hunt in London. Noch während seiner Studienzeit widmete er sich intensiv der zeitgenössischen Musik und brachte unter anderem Werke für Solo-Kontrabass von verschiedenen Komponisten zur Uraufführung. Im Umfeld der regen Tiroler Alte-Musik-Szene sowie der inspirativ impulshaften Federführung des damaligen Mozarteum-Chorleiters Howard Arman beschäftigte er sich mehr und mehr mit dem Spiel von historischen Bassinstrumenten. Seit dem Jahre 2000 ist er Stimmführer für Kontrabass in der Akademie für Alte Musik Berlin. Darüber hinaus spielt er bei der Camerata Salzburg sowie bei der Wiener Akademie, aber auch Jazz mit Die Erben, dem Jazzorchester Tirol und Marco Polo. Er übernimmt zudem solistische Tätigkeiten. Seit 1986 hat Walter Rumer einen Lehrauftrag an der Universität Mozarteum Salzburg und leitet seit 1987 die Kontrabassklasse des Tiroler Landeskonservatoriums.

Johanna Bartz

Traverso

Johanna Bartz

Die Flötistin Johanna Bartz stammt ursprünglich aus einem kleinen Dorf in der Mecklenburgischen Seenplatte, lebt heute in Basel und ist international als Musikerin tätig.

 Sie spielt mit Ensembles wie Le Concert des Nations (Jordi Savall), Akademie für Alte Musik Berlin, Anima Eterna Brugge (Jos van Immerseel), Gli Incogniti (Amandine Beyer), La Chimera (Eduardo Eguëz), der LauttenCompagney Berlin, Berlin Baroque, dem Zürcher Barockorchester, Sollazzo Ensemble, CONTINUUM oder dem Svapinga Consort. 2016 - noch während ihres Studiums – wurde sie Dozentin für Renaissancetraverso und Consort an der Schola Cantorum Basiliensis.

 Im selben Jahr hat sie das Renaissanceensemble astrophil & stella gegründet, das anlässlich des Luther-Jahres 2017 zur Rheinsberger Hofkapelle ernannt wurde. Sie spielte in Rundfunk- und CD-Aufnahmen für rbb Kulturradio, MDR, SR, SRF, Radio de la Suisse Romande, Radio Catalunya, Querstand, Coviello, Passacaille, discreet editions und Decca und unterrichtet als Gastdozentin europaweit, z.B. am Mozarteum Salzburg (A), der Universität der Künste Berlin (D), am Conservatorio A. Casella L’Aquila (IT), ESMUC Barcelona (ES) oder dem ESMAE Porto (PT).

2020 hat sie sich wieder vermehrt der experimentellen und elektronischen Musik (Kollaborationen u.a. mit Mara Winter und Fahmi Mursyid) zugewandt und daneben gemeinsam mit Eva Leonie Fegers die Künstlerplattform PHOSPHENES gegründet, welche die beiden gemeinsam kuratieren.

Johanna war Stipendiatin von Yehudi Menuhin – Live Music Now e.V. Berlin, der DOMS-Stiftung, des Internationalen Lyceum Clubs Basel, der Hirschmann-Stiftung und der Musikakademie Basel. Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, u.a. beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert", der Förderstiftung Fürstenhagen oder beim Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb. Als Ensemblemitglied ist sie für die International Young Artists Presentation (IYAP) 2017 in Antwerpen (BE) und dem EEEmerging-Programm 2018 der Europäischen Union ausgewählt worden und war Preisträgerin des Cambridge Early Music Prize beim International Young Artists Competition in York (UK) 2019.

Ihren Master an der Schola Cantorum Basiliensis bei Marc Hantai und Anne Smith hat Johanna 2017 mit Auszeichnung abgeschlossen, nachdem sie ihre Studien zuvor bereits zu Barthold Kuijken, Anne Pustlauk und Frank Theuns ans Königliche Konservatorium Brüssel und zu Christoph Huntgeburth und Annette von Stackelberg (Querflöte und Instrumentalpädagogik) an die Universität der Künste Berlin geführt hatten.

 

https://www.johannabartz.com/

Marie-Therese Reith

Oboe

Marie-Therese Reith

Marie-Therese Reith wurde 1984 in Bonn geboren und erhielt im Alter von acht Jahren ihren ersten Oboenunterricht. Nach ihrem Abitur im Sommer 2004 studierte sie an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Christian Hommel und schloss ihr Studium im Winter 2009/10 mit der Diplomprüfung ab. Seit 2006 studierte Marie-Therese außerdem Barockoboe bei Xenia Löffler. Nach dem Studium der Modernen Oboe begann sie bei Xenia Löffler ein Zusatzstudium für historische Oboen, ebenfalls an der Hochschule für Künste Bremen, das sie im Sommer 2012 beendete.  Marie-Therese Reith spielt regelmäßig  mit namhaften barocken Ensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Ensemble Weser Renaissance, der Lautten Compagney, dem Händel-Festspiel Orchester Göttingen,  Elbipolis aus Hamburg sowie MusicAeterna und arbeitete mit renommierten Dirigenten wie René Jacobs, Laurence Cummings, Simon Halsey, Ivor Bolton, Teodor Currentzis und Kent Nagano zusammen. Bei zahlreichen Konzerten und CD-Aufnahmen reiste sie durch Europa, nach Lateinamerika, nach Asien und in den Nahen Osten.  Seit 2018 verbindet sie weiterhin eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Concerto Köln. Als Gründungsmitglied der Oboenband »On Air« war sie im Sommer 2013 Finalistin des internationalen Wettbewerbes »Early Music International Young Artists« in York/UK.

Stephan Katte

Horn

Stephan Katte

Stephan Katte ist Hornist, Musikpädagoge und Instrumentenbauer. Geboren 1972, wuchs er im thüringischen Waltershausen auf und wechselte 14-jährig nach Weimar an die Spezialschule für Musik Belvedere. Er studierte Horn bei Reiner Heimbuch und Karl Biehlig (Weimar) sowie Hermann Märker (Leipzig, Konzertexamen mit Auszeichnung 1998) und Dirigieren bei Jürgen Puschbeck und Gunter Kahlert (Weimar, Diplom 2004). Von 1992 bis 2002 war er 2. Hornist der Staatskapelle

Weimar. Seit den 90er Jahren beschäftigt sich Stephan Katte intensiv mit dem Spiel und der Erforschung historischer Waldhörner, besondere Impulse dafür bekam er durch die Teilnahme am Internationalen Naturhornfestival Essen 1993 und durch den Frankfurter Hornisten Peter Steidle. Heute ist Katte regelmäßiger Gast verschiedener Barockorchester und Festivals für Alte Musik. Besonders gefragt ist seine Interpretation des Hornsolos in Bachs h-moll Messe, in den letzten Jahren spielte er es unter anderem in der Thomaskirche Leipzig, der Frauenkirche Dresden, den Philharmonien Köln und Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam und den Musikvereinen in Graz und Wien. Lehraufträge verbinden ihn mit den Musikhochschulen Weimar, Leipzig und Rostock. Seit 2010 stellt Katte selbst Kopien historischer Hörner her, besonders die Instrumente der Wiener Instrumentenbauerfamilie Kerner, deren Originale sich in Besitz des Mährischen Landesmuseums Brno befinden.

Hannes Rux

Trompete

Hannes Rux

Hannes Rux

Mayumi Hirasaki

Violine und Leitung

Mayumi Hirasaki

Mayumi Hirasaki begann ihr Violinstudium in ihrer Heimat an der Staatlichen Universität für bildende Künste und Musik in Tokyo. 2001 führten sie ihre Studien nach Deutschland an die Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg zu Daniel Gaede, wo sie ihr Diplom mit Auszeichnung und ihr Meisterklassendiplom ablegte. Noch während ihres Studiums erhielt sie einen Lehrauftrag an diesem Institut. Von der Alten Musik begeistert, studierte sie Barockvioline an der Hochschule für Musik und Theater München bei Mary Utiger und danach an der Musikhochschule Luzern bei Giuliano Carmignola. Auch absolvierte sie die C-Prüfung für Kirchenmusiker im Erzbistum Bamberg und studierte danach in München Cembalo im Hauptfach bei Christine Schornsheim. Mayumi Hirasaki ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe in Japan und Europa, so unter anderem beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig und dem Wettbewerb für Alte Musik in Brügge. Seit 2011 ist sie Konzertmeisterin bei Concerto Köln, wo sie unter anderen mit Dirigenten und Solisten wie Peter Dijkstra, Andrea Marcon, Pablo Heras-Casado, Hans-Christoph Rademann, Giuliano Carmignola, Dorothee Oberlinger, Midori Seiler, Simone Kermes, Vivica Genaux und Valer Sabadus zusammenarbeitete. Sie ist außerdem ständiger Gast bei verschiedenen Barockorchestern und Ensembles wie Akademie für Alte Musik Berlin, Dresdner Festspielorchester, Zürcher Kammerorchester, Kammerorchester Basel, Gaechinger Cantorey Stuttgart, The King’s Consort, Neue Düsseldorfer Hofmusik, Collegium Cartusianum, La Divina Armonia, Il Suonar Parlante und Il Gardellino mit Konzerten in Europa, USA und Japan. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Interpreten wie Christine Schornsheim, Lorenzo und Vittorio Ghielmi, Francis Jacob, Naoki Kitaya, Marcel Ponseele, Maurice Steger und Jan de Winne. Unter ihren zahlreichen CD-Einspielungen befinden sich unter anderem Aufnahmen von Musik Johann Sebastian Bachs (»Bach in romantischer Manier« mit Christine Schornsheim, Doppelkonzert mit Giuliano Carmignola & Concerto Köln, Brandenburgische Konzerte mit Concerto Köln), Antonio Vivaldis (»Barbarian Beauty« mit Vittorio Ghielmi & Il Suonar Parlante) oder Charles Avisons (»Concerti grossi after Scarlatti« mit Concerto Köln).

Zwischen 2009 und 2018 hatte Mayumi Hirasaki einen Lehrauftrag für Barockvioline und -viola an der Folkwang Universität der Künste Essen. Seit Oktober 2017 eine Professur für Barockvioline und -viola an der Universität Mozarteum Salzburg.

Daniela Helm

Violine

Daniela Helm

Daniela Helm stammt aus einer Mainzer Geigerfamilie. Nach Studien bei Igor Ozim, Gorjan Kosuta, Günter Kehr, Silvia Marcovici und Ulf Hoelscher entdeckte sie durch die Musik des Frühbarock, das Spiel und den Umgang mit Darmsaiten. Sie wurde 1992 Mitglied des Freiburger Barockorchesters. Tätigkeiten als Konzertmeisterin in den Orchestern Anima Eterna Brügge, B-Rock Ghent und zuletzt bei der Academy of Ancient Music unter Richard Egarr beim Edinburgh Festival folgten. Mit ihrem eigenen Ensemble Los Ympossibles hat sie ihre erste CD eingespielt. Ihre Begeisterung für historische Aufführungspraxis und das Spiel auf der Barockvioline vermittelt sie unter anderem an der Ensemble-Akademie Freiburg, am National Youth Orchestra der Niederlande, an der Universität Mexico City, der Universität Brasilia und an der Hochschule der Künste Bern.

Elisabeth Sordia

Violine und Viola

Elisabeth Sordia

Als Kind begeisterte sich Elisabeth Sordia für Tanz und Musik und erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in Paris. Die Entdeckung der historischen Aufführungspraxis spielte eine entscheidende Rolle in ihrem weiteren Werdegang. Neben ihr Bratschenstudium bei Antoine Tamestit in Köln und Paul de Clerck in Brüssel setzte sie sich intensiv mit den alten Musiksprachen und Spielweisen auseinander, indem sie an zahlreichen Orchesterprojekten und -kursen in ganz Europa teilnahm. Weitere Erfahrung sammelte sie als Praktikantin im Orchestra of the Age of Enlightenment (2015/16) sowie bei den English Baroque Soloists und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter der Leitung von John Eliot Gardiner (2016/17). Als Gast musiziert Elisabeth Sordia in verschiedenen Ensembles und Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester, Le Cercle de l’Harmonie, B’Rock, Pygmalion und Les Folies Françoises. Zudem setzt sie ihre Ausbildung im Fach Barockvioline bei Midori Seiler an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar fort.

Corina Golomoz

Viola

Corina Golomoz

Die gebürtige Moldawierin Corina Golomoz schloss ihr Studium zunächst im Hauptfach Violine bei Petru Munteanu an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock ab und wechselte später zur Viola bei Karin Wolf an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, an der sie im Herbst 2015 ihr Aufbaustudium »Solistische Ausbildung« abschloss. Nach einem Praktikum im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden widmet sich die junge Bratschistin wieder der Laufbahn als freie Musikerin. So verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit mit führenden Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Concerto Köln, L’arte del mondo, Collegium Vocale Gent, Anima Eterna Brügge, dem Balthasar-Neumann Ensemble sowie der Cappella Mediterranea. Zu ihren kammermusikalischen Partnern zählen Jos van Immerseel, Dorothee Oberlinger, Midori Seiler und Baiba Skride. Des Weiteren ist Corina Golomoz Preisträgerin der Viola-Wettbewerbe »Walter Witte« und »Max Rostal«. Corinas musikalische Leidenschaft und stilistische Vielfalt erstrecken sich von der Neuen Musik bis hin zum Barock. Aktuell spielt sie auf einem modernen sowie barocken Instrument der Münchner Geigenbauerin Susanne Conradi.

Mercedes Ruiz

Violoncello

Mercedes Ruiz

Die aus Spanien stammende Cellistin Mercedes Ruiz studierte in Deutschland bei Michael Kasper und in Belgien bei Roel Dieltiens. Sie komplettierte ihre Ausbildung durch Meisterkurse bei Christophe Coin, Anner Bylsma, dem Melos Quartett und dem Alban Berg Quartett. Seit 1988 arbeitete sie in Ensembles wie Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, Orquesta Barroca de Sevilla, Al Ayre Español, Le Concert de Nations, El Concierto Español, La Real Cámara, Capella Coloniensis und Das Neue Orchester unter der Leitung von René Jacobs, Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Enrico Onofri, Christophe Coin, Monica Hugget, Gustav Leonhardt, Ivor Bolton, Hervé Niquet, Christophe Rousset und vielen anderen. Aber auch als Kammermusikerin ist Mercedes Ruiz vielseitig tätig, unter anderem als Mitglied in The Bouts Ensemble (New York), La Tempestad, Vie sul Mare, La Hispaniola und dem Trio 1790. Sie war Lehrerin für Barockcello in Gerona (Spanien) und wird regelmäßig zu Orchester-Workshops bei verschiedenen Jugendorchestern in Spanien eingeladen.

Flóra Fábri

Cembalo
Flóra Fábri

Flóra Fábri absolvierte ihr Studium in Budapest bei Anikó Soltész, in München bei Christine Schornsheim und in Essen bei Christian Rieger, in den Fächern Cembalo, historische Tasteninstrumente und Generalbaß. 2010 verbrachte sie ein Semester als Gaststudentin an der Tokio Geidai Universität.  Sie wurde 2011 mit einem Stipendium des DAAD ausgezeichnet und ist ehemalige Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Ihr solistisches Debütalbum erschien 2020 (CPO/ Deutschlandfunk Kultur, “Gottlieb Muffat meets Handel”), das zweite Soloalbum wurde 2021 in der gleichen Koproduktion im Köthener Schloss auf einem originalen Schmahl-Tangentenflügel aus 1790 aufgenommen. Eine Duo-Cd mit der Geigerin Dóra Szilágyi wird 2022 veröffentlicht (H.I.F. Biber / Georg Muffat, SWR/Querstand).

Kammermusik liegt ihr am Herzen. Mit ihrem ehemaligen Ensemble Il Quadro Animato gewann sie Preise beim Gebrüder-Graun -Wettbewerb, beim EEEmerging Förderprogramm Ambronay, beim Premio Selífa sowie beim Biagio-Marini-Wettbewerb. Mit der Blockflötistin Eva Leonie Fegers bilden sie das Duo F/F. Weitere wichtige Partner*innen sind Martin Jantzen, Mayumi Hirasaki und Piroska Baranyay.

Über 10 Cds zeugen von ihrer Tätigkeit als Continuospielerin (viele davon mit dem Orfeo Orchestra unter der Leitung von György Vashegyi, wo sie 2011-2019 mitwirkte), mit dem Fokus auf französischen Barockopern. Nennenswerte Zusammenarbeit ferner mit Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin und B´Rock. Sie ist Mitglied im Köthener BachCollektiv unter Midori Seiler seit 2018 und arbeitet regelmäßig mit Bernhard Forck zusammen (etliche Opernproduktionen am Nationaltheater Mannheim, aktuell Il Trionfo del Tempo e del Disinganno von Händel, 2022).

Auch ihre pädagogische Tätigkeit bildet einen wichtigen Baustein ihres beruflichen Lebens:  An der HfMDK Frankfurt seit 2014 (als Cembalo-Korrepetitorin & Dozentin für Generalbass); an der MDW Wien (Korrepetition der Blockflötenklasse von Carsten Eckert von 2014-2017) und seit Oktober 2021, an der HfMT Köln, wo sie als Assistentin von Michael Borgstede Hauptfach Cembalo unterrichtet.

Wichtige Stationen: Köthener Bachfesttage, Bachfest Leipzig, Thüringer Bachwochen, MüPa Budapest, Liszt Akademie Budapest, Opera Royal Versailles, Chapelle Royal Versailles, NCEM York, Nationaltheater Mannheim, Kölner Philharmonie.

 

www.florafabri.com/de

Clara Blessing

Oboe

Clara Blessing

Clara Blessing wuchs in einem musikalischen Umfeld auf. Eigentlich für Cellostunden auf der Warteliste der Musikschule angemeldet, entdeckte sie als Kind die Blockflöte und damit die Holzblasinstrumente für sich: Mit dem eigenen Atem Klänge zu erzeugen, selbst Teil des Instruments zu sein — das faszinierte sie von Beginn an.

Mit der Oboe öffnete sich für Clara die Tür zum Orchesterspiel und zum klassischen und romantisch-sinfonischen Repertoire. Seit den ersten fesselnden Erfahrungen in Jugendorchestern ist ihr dieses Repertoire mit der besonderen Rolle der Oboe — als Teil des Ganzen, aber immer wieder auch in der solistischen Geste hervortretend — ein wichtiges Anliegen.

Die Begeisterung für die Blockflöte und die moderne Oboe mündete in der Beschäftigung mit historischen Oboen. In diesem Vorhaben ungemein unterstützt durch ihren Lehrer Christian Schneider, der ihr dafür ein Instrument aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte, begann Clara bereits als Jugendliche, Barockoboe zu spielen: zunächst autodidaktisch, dann im Studium der modernen und historischen Oboe bei Michael Niesemann, das sie an der Folkwang Universität der Künste mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss.

Besonders wertvolle Impulse erhielt sie während ihrer Ausbildung als seinerzeit jüngstes Mitglied des European Union Baroque Orchestra und als Akademistin im Academy Scheme des Orchestra of the Age of Enlightenment sowie durch die Förderung als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und Yehudi Menuhin „Live Music Now“.

Inzwischen hat sie sich als Solistin, Kammermusikerin und im Orchester einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Sie ist „first call“ als Soloobistin von Concerto Köln und dem Köthener BachCollektiv und regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie dem Budapest Festival Orchestra, La Divina Armonia und Arcangelo. Ihre Konzerte führen sie zu wichtigen Festivals und in die Konzerthäuser Europas sowie nach Asien, Russland und in die USA. Zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren ihr Wirken. Clara ist als erste Musikerin ihres Fachs Preisträgerin beim Internationalen Telemann-Wettbewerb Magdeburg.

Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit geht Clara einer zweiten Leidenschaft intensiv nach: dem Unterrichten. Seit dem Sommersemester 2020 lehrt sie als Professorin für historische Doppelrohrblattinstrumente an der Würzburger Musikhochschule, seit dem Herbst 2021 betreut sie zusätzlich das Fach historische Oboe an der Hochschule für Musik Trossingen. Für ihre Lehrtätigkeit hat Clara die Etüden für Hoboe herausgegeben, eine für den alltäglichen Gebrauch zusammengestellte Sammlung originaler Übungsstücke, die 2021 bei der Edition Walhall veröffentlicht wurde und sich seitdem hoher Nachfrage erfreut.

 

https://www.clarablessing.de

Györgyi Farkas 

Fagott

Györgyi Farkas 

Györgyi Farkas, geboren in Budapest, studierte zunächst Musiktheorie und Fagott am Konservatorium ihrer Geburtsstadt, bevor sie ihr Interesse für Alte Musik an die Schola Cantorum Basiliensis führte. Dort studierte sie von 1991 an Dulzian, Barockfagott und klassisches Fagott in der Klasse von Claude Wassmer und schloss 1997 mit dem Solistendiplom ab. Anschließend machte sie ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main in der Klasse von Christian Beuse. Sie spielt regelmäßig in verschiedenen renommierten Orchestern, wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Basel, Anima Eterna, dem Orchestre Revolutionnaire et Romantique und weiteren führenden europäischen Barockorchestern. Sie lehrt an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig.

Dette Alpheis

Horn

Dette Alpheis

Dette Alpheis wurde 1988 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur an der Gelehrtenschule des Johanneums und einem Auslandsaufenthalt in Stockholm begann sie 2007 Horn zu studieren. Während des Studiums in Rostock bei Michael Höltzel und Berlin bei Christian Friedrich Dallmann sammelte sie Berufserfahrung in diversen Jugendorchestern, unter anderem der jungen norddeutschen philharmonie, sowie zahlreichen namhaften professionellen Orchestern, wie unter anderem dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Philharmonia Orchestra London, dem Konzerthausorchester Berlin und dem Oslo Philharmonic Orchestra. Seit 2016 ist sie als erste Solohornistin am Norwegischen Radio-Orchester in Oslo tätig. Darüber hinaus ist sie festes Mitglied von ensemble reflektor in Hamburg.