Das Köthener BachCollektiv
Bei den Köthener Bachfesttagen 2016 kam es zur Gründung des BachCollektivs: Unter der künstlerischen Leitung der Geigerin Midori Seiler trafen sich für sieben Tage 18 Musikerinnen und Musiker aus 12 Nationen in Köthen, um gemeinsam zu arbeiten und auf Bachs Spuren zu wandeln. Seitdem ist das Residenz-Ensemble mit Preisträgerinnen und Preisträgern internationaler Wettbewerbe, Professorinnen und Professoren renommierter Musikhochschulen, international bekannte Solistinnen und Solisten und herausragenden Studierenden ein generationsübergreifendes musikalisches Team von außergewöhnlicher Qualität. Weitere Informationen zum Köthener BachCollektiv finden Sie auf www.koethenerbachcollektiv.de!

Midori Seiler
Violine und Leitung

Mayumi Hirasaki
Violine und Leitung

Waleska Sieczkowska
Violine
Waleska Sieczkowska stammt aus Florianópolis (Brasilien) und lebt heute in Bayern, wo sie eine rege Konzerttätigkeit mit Ensembles wie der Hofkapelle München, Il Pomo d’Oro (Italien) und dem Ensemble Turicum (Schweiz) entfaltet. Sie ist Geigenlehrerin an den Musikschulen Mindelheim und Penzberg. Ihre Studien führten sie an das Mozarteum Salzburg, nach Mailand und München. Gemeinsam mit Anderson Fiorelli gründete sie das Villa Duo, das regelmäßig in Europa und Brasilien auftritt. Sie ist an mehreren Aufnahmen für Radio, Fernsehen und CD beteiligt.

Elisabeth Sordia
Violine

Cécile Dorchêne
Violine

MArtin Schneider
Violine

Ekaterina Perline
Violine

iris Kengen
Violine
Iris Kengen ist eine niederländische Barockgeigerin. Während ihres Studiums der modernen Violine lernte sie Shunske Sato im Rahmen eines Projekts der Nederlandse Bachvereniging kennen, verliebte sich in die Barockvioline und begann bei ihm ihr Alte Musik Studium. Sie studierte in Amsterdam bei allen vier Barockgeige Dozenten: Shunske Sato, Sayuri Yamagata, Emmanuel Resche-Caserta und Antoinette Lohmann. Parallel zu ihrem Studium spielte sie als Young Fellow im Orchester der Nederlandse Bachvereniging. Außerdem studierte sie sechs Monate lang als Austauschstudentin in Lyon bei Odile Edouard. Derzeit ist sie Mitglied des European Union Barockorchesters, mit dem sie diesen Sommer durch Europa tourt. Nach dem Sommer wird sie ihr Studium an der Universität der Künste (UdK) in Berlin bei Mayumi Hirasaki fortsetzen.

Christian Goosses
Viola

Mercedes Ruiz
Violoncello

Sophia Scheifler
Bass

Marcello Gatto
Traverso
Marcello Gatti studierte Musik und Querflöte in Perugia (Italien) und Alte Musik in Verona. Anschließend studierte er unter der Leitung von Barthold Kuijken am Königlichen Konservatorium Den Haag (Niederlande) und schloss sein Studium 1997 mit Auszeichnung ab.
Von den Kritikern besonders für sein sensible Virtuosität, großartiges Cantabile, stilistische Kompetenz, geschätzt, konzertiert er weltweit mit Querflöten aus der Renaissance, dem Barock, der Klassik und der Romantik und verfügt über ein umfangreiches Repertoire, sowohl als Solist als auch in Kammer- und Orchesterensembles, die zu den renommiertesten und spezialisiertesten auf diesem Gebiet gehören: Ensemble Aurora, Ensemble Zefiro, Europa Galante, Accademia Bizantina, Le Concerts de Nations, Amsterdam Baroque Orchestra, L’Orfeo Barock Orchester, Il Pomo d’Oro, Hofkapelle München, Cantus Cölln, Attaignant Consort, Tafelmusik, Ensemble 1700, Hofkapelle Stuttgart, Salzburger Hofmusik und viele andere.
Er hat an mehr als 80 Produktionen mitgewirkt, darunter Audio- und Videoaufnahmen mit historischen Instrumenten.
Seid 1998 widmet er sich mit Leidenschaft dem Unterrichten und hält Meisterkurse an zahlreichen Hochschulen. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an der Hochschule „Felix Mendelssohn“ in Leipzig und in Italien, ist er seit 2014 Professor für historische Querflöte an der renommierten Universität Mozarteum in Salzburg, sowie bei den Sommerkursen der Accademia Musicale Chigiana (Siena) und der Fondazione Italiana Musica Antica in Urbino.

Andreas Gilger
Cembalo

Flóra Fábri
Cembalo

Clara Blessing
Oboe
Clara Blessing wuchs in einem musikalischen Umfeld auf. Eigentlich für Cellostunden auf der Warteliste der Musikschule angemeldet, entdeckte sie als Kind die Blockflöte und damit die Holzblasinstrumente für sich: Mit dem eigenen Atem Klänge zu erzeugen, selbst Teil des Instruments zu sein — das faszinierte sie von Beginn an.
Mit der Oboe öffnete sich für Clara die Tür zum Orchesterspiel und zum klassischen und romantisch-sinfonischen Repertoire. Seit den ersten fesselnden Erfahrungen in Jugendorchestern ist ihr dieses Repertoire mit der besonderen Rolle der Oboe — als Teil des Ganzen, aber immer wieder auch in der solistischen Geste hervortretend — ein wichtiges Anliegen.
Die Begeisterung für die Blockflöte und die moderne Oboe mündete in der Beschäftigung mit historischen Oboen. In diesem Vorhaben ungemein unterstützt durch ihren Lehrer Christian Schneider, der ihr dafür ein Instrument aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte, begann Clara bereits als Jugendliche, Barockoboe zu spielen: zunächst autodidaktisch, dann im Studium der modernen und historischen Oboe bei Michael Niesemann, das sie an der Folkwang Universität der Künste mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss.
Besonders wertvolle Impulse erhielt sie während ihrer Ausbildung als seinerzeit jüngstes Mitglied des European Union Baroque Orchestra und als Akademistin im Academy Scheme des Orchestra of the Age of Enlightenment sowie durch die Förderung als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und Yehudi Menuhin „Live Music Now“.
Inzwischen hat sie sich als Solistin, Kammermusikerin und im Orchester einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Sie ist „first call“ als Soloobistin von Concerto Köln und dem Köthener BachCollektiv und regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie dem Budapest Festival Orchestra, La Divina Armonia und Arcangelo. Ihre Konzerte führen sie zu wichtigen Festivals und in die Konzerthäuser Europas sowie nach Asien, Russland und in die USA. Zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren ihr Wirken. Clara ist als erste Musikerin ihres Fachs Preisträgerin beim Internationalen Telemann-Wettbewerb Magdeburg.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit geht Clara einer zweiten Leidenschaft intensiv nach: dem Unterrichten. Seit dem Sommersemester 2020 lehrt sie als Professorin für historische Doppelrohrblattinstrumente an der Würzburger Musikhochschule, seit dem Herbst 2021 betreut sie zusätzlich das Fach historische Oboe an der Hochschule für Musik Trossingen. Für ihre Lehrtätigkeit hat Clara die Etüden für Hoboe herausgegeben, eine für den alltäglichen Gebrauch zusammengestellte Sammlung originaler Übungsstücke, die 2021 bei der Edition Walhall veröffentlicht wurde und sich seitdem hoher Nachfrage erfreut.

Johanna Böhm
Oboe

Ambroise Dojat
Gagott