Das Köthener BachCollektiv
Bei den Köthener Bachfesttagen 2016 kam es zur Gründung des BachCollektivs: Unter der künstlerischen Leitung der Geigerin Midori Seiler trafen sich für sieben Tage 18 Musikerinnen und Musiker aus 12 Nationen in Köthen, um gemeinsam zu arbeiten und auf Bachs Spuren zu wandeln. Seitdem ist das Residenz-Ensemble mit Preisträgerinnen und Preisträgern internationaler Wettbewerbe, Professorinnen und Professoren renommierter Musikhochschulen, international bekannte Solistinnen und Solisten und herausragenden Studierenden ein generationsübergreifendes musikalisches Team von außergewöhnlicher Qualität. Weitere Informationen zum Köthener BachCollektiv finden Sie auf www.koethenerbachcollektiv.de!

Midori Seiler
Violine und Leitung

Mayumi Hirasaki
Violine und Leitung
Mayumi Hirasaki ist eine japanische Musikerin und lebt seit 2001 in Deutschland.
Sie studierte Violine, Barockvioline, Cembalo und Kirchenmusik. Ihre Lehrer waren u.a. Daniel Gaede, Mary Utiger, Christine Schornsheim und Giuliano Carmignola. Sie unterrichtete in Nürnberg, Essen, Frankfurt, Salzburg und seit 2025 ist sie Professorin für Barockvioline und -viola an der Universität der Künste Berlin.
Mayumi ist Preisträgerin u.a. des Bach-Wettbewerbs in Leipzig und des Wettbewerbs für alte Musik in Brügge.
Sie ist Konzertmeisterin bei der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Concerto Köln und der Gaechinger Cantorey Stuttgart, sowie regelmäßiger Gast bei verschiedenen Barockorchestern und Ensembles in Europa, USA und Japan.
Unter ihren CD-Einspielungen befinden sich Violinkonzerte und Sonaten J.S.Bachs mit Giuliano Carmignola & Concerto Köln, Lorenzo Ghielmi & La Divina Armonia und Christine Schornsheim, sowie die Solo-CDs „L´Arte della Scordatura“ und die ,,Rosenkranzsonaten“ H.I.F. Bibers.
Die jüngste Aufnahme mit Concerto Köln sind Violinkonzerte und Orchesterwerke von J.G. Pisendel, für die sie 2023 den OPUS KLASSIK erhielt.
Auch die aktuelle Einspielung von C.P.E. Bachs „Symphonies from Berlin to Hamburg“ mit der Akademie für Alte Musik Berlin wurde im April 2024 mit dem Diapason D‘Or ausgezeichnet.
Sie spielt eine Violine von Domenico Montagnana als Leihgabe einer deutschen Stiftung.

Waleska Sieczkowska
Violine
Waleska Sieczkowska stammt aus Florianópolis (Brasilien) und lebt heute in Bayern, wo sie eine rege Konzerttätigkeit mit Ensembles wie der Hofkapelle München, Il Pomo d’Oro (Italien) und dem Ensemble Turicum (Schweiz) entfaltet. Sie ist Geigenlehrerin an den Musikschulen Mindelheim und Penzberg. Ihre Studien führten sie an das Mozarteum Salzburg, nach Mailand und München. Gemeinsam mit Anderson Fiorelli gründete sie das Villa Duo, das regelmäßig in Europa und Brasilien auftritt. Sie ist an mehreren Aufnahmen für Radio, Fernsehen und CD beteiligt.

Elisabeth Sordia
Violine
Als Kind begeisterte sich Elisabeth für Tanz und Musik und erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in Paris. Die Entdeckung der historischen Aufführungspraxis spielte eine entscheidende Rolle in ihrem weiteren Werdegang. Neben ihr Bratschenstudium in Köln und Brüssel setzte sie sich enger auseinander mit den alten Musiksprachen und Spielweisen, u. a. in der Abbaye aux Dames in Saintes und bei Midori Seiler in Weimar. Weitere Erfahrung sammelte sie als Praktikantin bei dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique in London. Heute lebt Elisabeth in Paris und musiziert als Gast in verschiedenen europäischen Orchestern wie dem Ensemble Pygmalion, dem Orchester des 18. Jahrhunderts, Correspondances und B’Rock. Außerdem ist sie ein glückliches Mitglied des BachCollektiv Köthen.

Cécile Dorchêne
Violine

MArtin Schneider
Violine
Martin Schneider spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Violine, später erhielt er auch Unterricht in Klavier und Musiktheorie. Bereits früh entwickelte sich das Interesse an der alten Musik, welches ihn 2016 ins Bayerische Jugend-Barockorchester führte, in dem er seitdem Mitglied und Konzertmeister ist. Von 2017 – 2024 studierte Martin Barockvioline bei Prof. Mayumi Hirasaki und von 2021 – 2025 Historische Aufführungspraxis bei Prof. Reinhard Goebel an der Universität Mozarteum Salzburg. Als Barockgeiger und -bratscher musiziert er unter anderem mit dem Freiburger Barockorchester, der Gaechinger Cantorey oder dem Yara-Ensemble, mit dem er mit verschiedenen Preisen wie dem Sonderpreis „Musik und Raum“ der göttingen händel competition 2025 sowie dem Barockmusik-Preis der 7. Vienna International Music Competition ausgezeichnet wurde. Daneben tritt Martin als Solist mit verschiedenen Orchestern im süddeutschen Raum auf.

Ekaterina Perlina
Violine
Ekaterina Perlina erhielt mit fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht in Minsk und debütierte mit acht Jahren als Solistin mit Orchester. Sie nahm Unterricht bei Dora Schwarzberg, Yair Kless, Marc Danel, Andreas Reiner u. a. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie bei Boris Garlitsky an der Folkwang Universität der Künste in Essen; seit 2023 studiert sie dort im Master Barockvioline bei Midori Seiler und Violine bei Marc Bouchkov. Als Solistin und Kammermusikerin konzertierte sie in Europa, Großbritannien, Katar und den VAE.
Sie war Stipendiatin der Villa Musica Rheinland-Pfalz und wirkte an einer CD-Einspielung mit Streichquartetten von Boris Yoffe mit. Als Barockgeigerin nahm sie an der ZAMUS Academy in Köln bei Kristin von der Goltz und Clara Blessing teil und gewann 2025 den Köhler-Osbahr-Wettbewerb in der Kategorie Alte Musik.

iris Kengen
Violine
Iris Kengen ist eine niederländische Barockgeigerin. Während ihres Studiums der modernen Violine lernte sie Shunske Sato im Rahmen eines Projekts der Nederlandse Bachvereniging kennen, verliebte sich in die Barockvioline und begann bei ihm ihr Alte Musik Studium. Sie studierte in Amsterdam bei allen vier Barockgeige Dozenten: Shunske Sato, Sayuri Yamagata, Emmanuel Resche-Caserta und Antoinette Lohmann. Parallel zu ihrem Studium spielte sie als Young Fellow im Orchester der Nederlandse Bachvereniging. Außerdem studierte sie sechs Monate lang als Austauschstudentin in Lyon bei Odile Edouard. Derzeit ist sie Mitglied des European Union Barockorchesters, mit dem sie diesen Sommer durch Europa tourt. Nach dem Sommer wird sie ihr Studium an der Universität der Künste (UdK) in Berlin bei Mayumi Hirasaki fortsetzen.

Christian Goosses
Viola

Mercedes Ruiz
Violoncello

Sophia Scheifler
Bass
Sophia Scheifler entdeckte mit 18 ihre Leidenschaft für den Kontrabass. Sie studierte zunächst Klavier in Dresden und erst anschließend Klassischen Kontrabass in Leipzig, Köln/Aachen und Karlsruhe. Es folgten Praktika und Akademiestellen im Theater Aachen und im SWR Freiburg Baden-Baden.
Durch ihren experimentierfreudigen Professor Detmar Kurig kam sie während ihres Studiums mit Darmsaiten in Berührung und war von der Klangqualität der Darmsaiten so fasziniert, dass sie daraufhin Historischen Kontrabass Gambe und G-Violone in Trossingen studierte und ab da in der Historische Aufführungspraxis ihr zu Hause fand. Als Mitglied des La Folia Barockorchesters und des Ensembles Il Giratempo und als regelmäßiger Gast der Gächinger Cantorey Stuttgart widmet sie sich seitdem mit Vorliebe dem Continupspiel und spielt auf internationalen Festivals, wie dem Oude Muziek Festival Utrecht, des Bustan Festivals, Beirut, den Innsbrucker Festwochen, den Tagen für Alte Musik Regensburg, dem Internationalen Barockfestival Malta und dem Bachfest Leipzig. Zudem wirkte sie bei zahlreichen Radio- und CD Produktionen gemeinsam mit Künstlern wie Anna Prohaska, Hille Perl, Dorothee Mields, Giuliano Carmignola mit. Die mit ihrem Ensemble La Folia aufgenommen CD „Cleopatra“ mit der Sopranistion Regula Mühlemann erhielt im September 2018 den Opus classic.
Als freischaffende Bassistin spielt Sophia Scheifler auch weiterhin Aushilfe in modernen Orchestern, wie dem Kammerorchester Stuttgart, dem Südwestdeutschen Kammerorchester oder den Reutlinger Philharmonikern.
Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie begeisterte Kontrabasspädagogin. Sie unterrichtet an der Musikschule in Stuttgart. Ihre pädagogische Erfahrung gab und gibt sie als Lehrbeauftragte für Methodik an den Musikhochschule Trossingen und Stuttgart weiter.
Als vielseitige Künstlerin bewegt sich Sophia Scheifler immer wieder auf Wegen abseits des klassischen Konzertbetriebs. So nimmt sie ihren Kontrabass improvisierend mit auf Begegnungen, die zwischen Musik, Literatur und Tanz stattfinden. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit der Schriftstellerin Anja Kampmann. Gemeinsam waren sie zu Gast bei zahlreichen Literaturfestivals , wie dem Satelliten-Lyrikfestival in Köln, dem Lyriktreffen in Münster und dem Ensemblia Musikfesival Mönchengladbach. 2023 haben sie gemeinsam für die Lesezeit des DLF‘s ein „Weihnachtsmärchen“ produziert.
Im Rahmen des THEATERNATUR Festivals Harz war sie und ihr Bass Teil der Interdisziplinären Theater-Tanz-Performance „ MOMENT.UM“. Und für das Radiofeature „Bring them Home now“ des RBB hat sie die Musik entwickelt.

Marcello Gatti
Traverso
Marcello Gatti studierte Musik und Querflöte in Perugia (Italien) und Alte Musik in Verona. Anschließend studierte er unter der Leitung von Barthold Kuijken am Königlichen Konservatorium Den Haag (Niederlande) und schloss sein Studium 1997 mit Auszeichnung ab.
Von den Kritikern besonders für sein sensible Virtuosität, großartiges Cantabile, stilistische Kompetenz, geschätzt, konzertiert er weltweit mit Querflöten aus der Renaissance, dem Barock, der Klassik und der Romantik und verfügt über ein umfangreiches Repertoire, sowohl als Solist als auch in Kammer- und Orchesterensembles, die zu den renommiertesten und spezialisiertesten auf diesem Gebiet gehören: Ensemble Aurora, Ensemble Zefiro, Europa Galante, Accademia Bizantina, Le Concerts de Nations, Amsterdam Baroque Orchestra, L’Orfeo Barock Orchester, Il Pomo d’Oro, Hofkapelle München, Cantus Cölln, Attaignant Consort, Tafelmusik, Ensemble 1700, Hofkapelle Stuttgart, Salzburger Hofmusik und viele andere.
Er hat an mehr als 80 Produktionen mitgewirkt, darunter Audio- und Videoaufnahmen mit historischen Instrumenten.
Seid 1998 widmet er sich mit Leidenschaft dem Unterrichten und hält Meisterkurse an zahlreichen Hochschulen. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit an der Hochschule „Felix Mendelssohn“ in Leipzig und in Italien, ist er seit 2014 Professor für historische Querflöte an der renommierten Universität Mozarteum in Salzburg, sowie bei den Sommerkursen der Accademia Musicale Chigiana (Siena) und der Fondazione Italiana Musica Antica in Urbino.

Andreas Gilger
Cembalo
Andreas Gilger studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Christian Rieger. Weitere wichtige Impulse erhielt er von Andreas Staier und Christine Schornsheim. Als Cembalist und Organist ist Andreas Gilger auf CD-Aufnahmen und Konzertbühnen auf der ganzen Welt mit Kolleg*innen wie Alfredo Bernardini, Dorothee Mields, Erik Bosgraaf, Giuliano Carmignola, Sergey Malov, Reinhard Goebel, Trevor Pinnock, Sir Roger Norrington, Rubén Dubrovsky, sowie mit Ensembles wie Concerto Köln, Das Neue Orchester, Capella Augustina, Holland Baroque, und der Compagnia di Punto zu hören. Dabei trat er unter anderem bei Festivals wie dem Bachfest Leipzig, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Tagen Alter Musik in Herne, den Barocktagen Melk, den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, dem Felicja Blumental Festival in Tel Aviv, dem Shanghai International Arts Festival und dem Festival Musika Música in Bilbao auf. 2022 erschien seine erste Solo-CD, “Dessiner les passions”, bei GENUIN. “Dessiner les passions” wurde für die International Classical Music Awards 2023 nominiert. Von 2016-2021 war Andreas Gilger Lektor für Cembalo, Generalbass und Korrepetition am Mozarteum Salzburg.
Abseits von Tasteninstrumenten ist Andreas Gilger unter anderem für den Bärenreiter Verlag, den Deutschen Musikrat, die Duisburger Philharmoniker, sowie für mehrere deutsche Musikhochschulen Autor und Gastreferent zu einer ganzen Reihe musikalischer und an die Musik angrenzender Themen. Zudem trifft man ihn als ausgebildeten Sprecher auch ohne Instrument auf Konzertbühnen an, dann als Moderator von Konzerten und anderen musikalischen Veranstaltungen.

Flóra Fábri
Cembalo

Clara Blessing
Oboe
Clara Blessing wuchs in einem musikalischen Umfeld auf. Eigentlich für Cellostunden auf der Warteliste der Musikschule angemeldet, entdeckte sie als Kind die Blockflöte und damit die Holzblasinstrumente für sich: Mit dem eigenen Atem Klänge zu erzeugen, selbst Teil des Instruments zu sein — das faszinierte sie von Beginn an.
Mit der Oboe öffnete sich für Clara die Tür zum Orchesterspiel und zum klassischen und romantisch-sinfonischen Repertoire. Seit den ersten fesselnden Erfahrungen in Jugendorchestern ist ihr dieses Repertoire mit der besonderen Rolle der Oboe — als Teil des Ganzen, aber immer wieder auch in der solistischen Geste hervortretend — ein wichtiges Anliegen.
Die Begeisterung für die Blockflöte und die moderne Oboe mündete in der Beschäftigung mit historischen Oboen. In diesem Vorhaben ungemein unterstützt durch ihren Lehrer Christian Schneider, der ihr dafür ein Instrument aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte, begann Clara bereits als Jugendliche, Barockoboe zu spielen: zunächst autodidaktisch, dann im Studium der modernen und historischen Oboe bei Michael Niesemann, das sie an der Folkwang Universität der Künste mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss.
Besonders wertvolle Impulse erhielt sie während ihrer Ausbildung als seinerzeit jüngstes Mitglied des European Union Baroque Orchestra und als Akademistin im Academy Scheme des Orchestra of the Age of Enlightenment sowie durch die Förderung als Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben und Yehudi Menuhin „Live Music Now“.
Inzwischen hat sie sich als Solistin, Kammermusikerin und im Orchester einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Sie ist „first call“ als Soloobistin von Concerto Köln und dem Köthener BachCollektiv und regelmäßig zu Gast bei renommierten Ensembles wie dem Budapest Festival Orchestra, La Divina Armonia und Arcangelo. Ihre Konzerte führen sie zu wichtigen Festivals und in die Konzerthäuser Europas sowie nach Asien, Russland und in die USA. Zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren ihr Wirken. Clara ist als erste Musikerin ihres Fachs Preisträgerin beim Internationalen Telemann-Wettbewerb Magdeburg.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit geht Clara einer zweiten Leidenschaft intensiv nach: dem Unterrichten. Seit dem Sommersemester 2020 lehrt sie als Professorin für historische Doppelrohrblattinstrumente an der Würzburger Musikhochschule, seit dem Herbst 2021 betreut sie zusätzlich das Fach historische Oboe an der Hochschule für Musik Trossingen. Für ihre Lehrtätigkeit hat Clara die Etüden für Hoboe herausgegeben, eine für den alltäglichen Gebrauch zusammengestellte Sammlung originaler Übungsstücke, die 2021 bei der Edition Walhall veröffentlicht wurde und sich seitdem hoher Nachfrage erfreut.

Johanna Boehm
Oboe
Johanna Sophia Boehm wurde in Washington, D.C. geboren und wuchs in
Deutschland auf.
Von 2014 bis 2018 war sie Mitglied der Talentförderklasse für Alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis und besuchte mehrere Meisterkurse bei S.Temmingh und A. Dorwarth. 2018 bis 2019 besuchte sie das Precollege Alte Musik an der Schola unter der Leitung von S. Schacht, C. Wiesmann und K. Bopp. Es folgte ein Bachelorstudium am Conservatorium van Amsterdam bei J. Isaac und J. Domenech in den Fächern Blockflöte und Barockoboe. Im Juli 2026 schloss sie ihren Barockoboenmaster an der Universität der Künste Berlin bei X. Löffler erfolgreich ab.
Darüber hinaus nimmt sie an verschiedenen Meisterkursen in ganz Europa teil, unter anderem bei A. Böhlen, A. Bernardini, A. Brüggemann, A. Power, E. Bosgraaf und A. Torunczyk.
Johanna hat mehrere erste Preise auf Bundesebene des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ als Blockflötensolistin und mit Blockflöten- und gemischten Ensembles für Alte Musik gewonnen. Im Oktober 2019 gewann sie mit ihrem Ensemble Gorgonzola einen ersten Preis und den Preis der Jugendjury bei den Open Recorder Days
Amsterdam, sowie einen ersten Preis mit ihrem Duo Reimagined bei den Open Recorder Days 2026 in der Kategorie Fringe Ensemble.
Sie konzertierte unter anderem mit Akamus 2026-25, der lautten compagney Berlin 2026-25, der Nederlandse Bachvereniging 2024-22, sowie mit Vox luminis 2024, Holland baroque 2024-23, Royal Wind Music 2023, dem Freiburger Barockorchester 2022, Jerusalem baroque orchestra 2022 sowie dem La Cetra Barockorchester in Basel 2016.

Sina Bayer
Blockflöte
Vielfältige musikalische Impulse wecken bei Sina Bayer das Interesse an der historischen Aufführungspraxis, welches sie schließlich zur Blockflöte führt. Sie beginnt eine Ausbildung zur Holzblasinstrumentenmacherin mit dem Schwerpunkt auf Blockflötenbau, die sie im Jahre 2016 erfolgreich abschließt. Im selben Jahr beginnt sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, zunächst bei Prof. Michael Schneider, später bei Prof. Jan Van Hoecke. Während ihres Studiums war sie Trägerin des Deutschlandstipendiums und engagierte sich mehrere Jahre als Studentische Hilfskraft im Institut für Historische Interpretationspraxis. Erfahrungen mit den baulichen Aspekten ihrer Instrumente komplementieren die musikalische Beschäftigung und begleiten sie durch ihr Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst; auf das abgeschlossene Bachelorstudium mit künstlerischem Schwerpunkt folgte weiter ein Masterstudiengang mit der Spezialisierung auf „Historische Interpretationspraxis“. Zum bisherigen Hauptfach Blockflöte kam das Studium der Traversflöte dazu, zunächst bei Georges Barthel, anschließend bei Prof. Daniela Lieb, welches sie im Jahre 2025 abschloss. Sina Bayer beschäftigt sich mit den verschiedensten Block- und Traversflöten des Mittelalters bis zur Romantik und ihrer Musik und ist weiterhin als Blockflötenbauerin tätig. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auf der Kammermusik und der Vermittlung des Renaissancerepertoires durch das Blockflötentrio Evviva!, welches sie unter anderem bereits zu den Weilburger Schlosskonzerten sowie den Innsbrucker Festwochen brachte. Weitere musikalische Impulse erhält Sina Bayer bei verschiedenen Meisterkursen, unter anderem bei Kees Boeke, Walter van Hauwe und Michala Petri.

Anouk Krüger
Blockflöte
Anouk Krüger schloss ihren Bachelor an der HfMDK Frankfurt am
Main mit pädagogischer und künstlerischer Ausbildung ab. Anschließend absolvierte sie ebenfalls in Frankfurt ihren Master of Music bei Prof. Jan Van Hoecke. Beide Abschlusskonzerte schloss sie mit Auszeichnung ab.
2024 begann sie neben dem Blockflöten-Master einen Bachelor in Historischen Fagottinstrumenten an der HfMDK bei Elena Bianchi, wechselte 2025 dafür aber an die HMT Leipzig zu Györgyi Farkas.
Während eines einjährigen Erasmus-Aufenthalts studierte sie an der CNSMD Lyon in der Klasse von Prof. Pierre Hamon.
Anouk Krüger ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs Jugend musiziert, bei welchem sie selbst bereits mehrfach auf Landesebene in der Jury saß. 2024 war sie ebenfalls Jury-Mitglied beim D-bü-Wettbewerb in Nürnberg. Seit dem Studienjahr 2021 ist sie Stipendiatin des Deutschlandstipendiums. Außerdem wurde sie durch die Historical Bassoon Alliance gefördert und ist seit 2024 Live Music Now Stipendiatin.
Sie kann bereits zahlreiche Konzerterfahrungen sowohl im In-als auch Ausland vorweisen und konzertierte bereits mit namhaften Ensembles wie La Stagione Frankfurt oder dem Göttinger Barockorchester. Als Musikerin spielte sie sowohl solistisch als auch mit ihren Ensembles unter anderem beim Festival Oude Muziek Utrecht, des Helsinki Early Music Festivals, beim Beethovenfest Bonn, bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen und den Köthener Bachfesttagen.

Ambroise Dojat
Fagott
Ambroise Dojat-Gouttard studierte Fagott am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris sowie an den Musikhochschulen in Köln und Mannheim. Anschließend widmete er
sich der historischen Aufführungspraxis am Königlichen Konservatorium Brüssel.
Bereits während seines Studiums war er Akademist beim Königlichen Orchester Stockholm sowie
beim Freiburger Barockorchester.
Heute wird er regelmäßig von renommierten europäischen Ensembles und Orchestern engagiert,
darunter die Staatsoper Hamburg, das Schwedische Rundfunkorchester Stockholm, das Copenhagen
Chamber Orchestra, Ensemble Pygmalion, Orchestre des Champs-Élysées, Concerto Köln u.a..
Im Jahr 2024 war er Solofagottist beim Swedish Chamber Orchestra. 2025-2026 spielte er auf der
Position des Solofagottisten im Königlichen Opernorchester Kopenhagen.
Neben seinem musikalischen Schaffen widmet er sich mit großer Freude dem Kochen und Malen.
Im Herbst 2026 wird er ein Masterstudium in Kulturmanagement an der Universität Libre in
Brüssel beginnen.

